Jugend


Wertvolle Erfahrungen im Wildniscamp

Die Selbständige Ev.-Luth. Kirchengemeinde (SELK) in Melsungen hatte eingeladen zu einer Kinderfreizeit der besonderen Art. 27 Kinder sind der Einladung gefolgt und haben zusammen mit Pfarrer Uwe Fischer und seinem Kindergottesdiensteam ein paar spannende Tage im Wildniscamp in Frielendorf erlebt. Fischer hat zusammen mit dem Frielendorfer Jugendpfleger Thomas Trieschmann, dem erlebnispädagogischen Leiter des Camps, ein interessantes Programm für die Kinder zusammengestellt.
Bei der Abschlussrunde im Kreis um das Lagerfeuer wurden die Kinder gefragt, welche neuen Erfahrungen sie gemacht haben, was ihnen besonders gut gefallen hat und was ihnen gefehlt hat. Neu war für die Kinder, dass man für 35 Menschen über dem offenen Feuer sehr leckere Speisen kochen und sogar Brot und Donuts backen kann. Mit der Essenszubereitung waren die Kinder sehr viel beschäftigt. Unmengen von Holz wurden benötigt, um das Feuer immer am Leben zu erhalten und das Sägen mit der Handsäge braucht viel Zeit. Die Kinder lernten die elementaren Dinge des Leben zu schätzen: Das tägliche Brot und das lebensnotwendige Wasser, das mit selbstgebauten Tragen einen halben Kilometer weit geholt werden musste und mit dem folglich sehr sparsam umgegangen wurde.
Besonders gut gefallen hat den meisten Kindern das Leben in der Gemeinschaft, am Lagerfeuer, beim Singen. Auch die Andachten, die Pfarrer Fischer mit Gegenständen aus der Natur gestaltete, fand Anklang bei den Kindern. Höhepunkt war für viele das gesicherte Klettern auf 15 Meter hohe Bäume. Hier konnten die Kinder erfahren, dass sie festgehalten wurden, wenn sie daneben getreten haben oder keine Kraft mehr hatten. "Du kannst niemals tiefer fallen als in Gottes Hand" - dieser Glaubenssatz wurde zu einer Erfahrung.
Gefehlt hat den Kindern nicht viel in diesen Tagen. Sie konnten gut auf Fernseher und Handy verzichten. Lediglich die gewohnte Toilette wurde vermisst. Aber mehr als ein Plumsklo ist nun mal nicht drin in der Wildnis.
Fazit: Das einfache Leben ist schön, aber auch oft anstrengend und unbequem. Um so mehr lernt man die guten Seiten des zivilisierten Lebens wieder schätzen, die meistens als selbstverständlich angesehen werden.